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Holzsorten - Linde

Lindenarten sind sommergrüne - also laubabwerfende Bäume. Je nach Art können die Linden Wuchshöhen zwischen 15 Metern und 40 Metern erzielen und dabei einen Stammdurchmesses von 1 Meter bis 1,8 Meter erreichen und bis zu 1000 Jahre alt werden.

Linden haben ein helles Kernholz, das nicht vom Splintholz zu unterscheiden ist. Das Holz ist weißlich bis gelblich und hat oft auch einen rötlichen oder bräunlichen Farbeinschlag. Es kann auch zu einer grünlichen Streifung oder Fleckenbildung kommen.

Furniersorten

Amazakoue      
Linde      

 

Vorkommen

Lindebäume wachsen in ganz Europa, vor allem im Erzgebirge, dem bayrischen Wald, Niederöstereich und der Schweiz.

Hauptverwendung und Bearbeitungsmöglichkeiten

Linde lässt sich gut mit allen werkzeugen bearbeiten. Es ist gut schäl- und messerbar. Vor allem für die Bildhauerei, dem Schnitzen und Drechseln ist das Lindenholz gut geeignet. Die Oberflächenbehandlung lässt sich gut durchführen, wobei es beim Beizen und Lackieren zu Komplikationen kommen kann.

Lindenholz finden auch seinen Einsatz als Absperrfurnier oder Blindholz bei der Möbelherstellung. Es werden im Musikinstrumentenbau zum Beispiel Harfen und Klaviertasten aus dem Holz gebaut. Oder es findet Verwendung für Spielwaren, Küchengeräte oder Holzschuhe.

Die Linde und unser Firmenstandort

Unser Firmensitz Leipzig ist nach den Lindenbäumen benannt, die früher hier einst an der Parthe, Elster und Pleise standen. Der Name Leipzig stammt von dem altsorbischen Wort Lipsk ab, das "Linden-Ort" bedeutet. In der tschechische Sprache lautet der Name Leipzigs auch heute noch Lipsko. Einige Stadteile von Leipzig tragen auch heute noch sehr deutlich die Linde in sich, so zum Beispiel: Lindenau oder Lindenthal

Die Linde im Volkgut

Wenn ich an Linden denke, dann immer zuerst an das Lied von Frank Schubert im Jahre 1827 vertonte Lied, das einst Wilhem Müller 1822 schrieb:

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
Da steht ein Lindenbaum
Ich träumt in seinem Schatten
So manchen süßen Traum
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebes Wort
Es zog in Freud und Leide
|: Zu ihm mich immer fort :|

Ich mußt auch heute wandern
Vorbei in tiefer Nacht
Da hab ich noch im Dunkel
Die Augen zugemacht
Und seine Zweige rauschten
Als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle
|: Hier findst du deine Ruh :|

Die kalten Winde bliesen
Mir grad ins Angesicht
Der Hut flog mir vom Kopfe
Ich wendete mich nicht
Nun bin ich manche Stunde
Entfernt von diesem Ort
Und immer hör ich's rauschen:
|: "Du fändest Ruhe dort :|

Wilhelm Müller, 1822 (1794-1827)

 

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