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Nachhall und Nachhallzeit

Das Problem mit dem Nachhall hat praktisch jeder Mensch in normalen Räumen. Zur Beschreibung von Nachhall und Nachhallzeit betrachten Sie bitte folgende Skizze.
Der Ton gelangt auf verschiedenen Wegen von der Schallquelle zur Hörposition.
Zum einem- und dies ist meist die gewünschte Art - auf direktem und kürzestem Weg, der sogannte Direktschall folgt der Sichtlinie und ist daher zuerst am Ort der Hörposition.

Nachhall im Raum

Zum anderen gelangt der Schall über viele indirekte Wege von A nach B. Er wird ganz oder zum Teil von den Wänden, vom Boden und der Decke reflektiert. Diese indirekten Schallwege sind sind länger als der Weg des Direktschalls und so treffen diese Schallwellen auch später an der Hörposition ein. Dies nennt man den Nachhall.

Da aber schon bei den nächsten Tönen, Direktschall und Nachhall der vorherigen Töne zu selben Zeit die Hörposition erreichen, wird der Direktschall nicht mehr klar wahrgenommen. Der Nachhall kann als lästiges Untergrundrauschen oder gar Lärm empfunden werden. Je länger dieser Nachhall im Raum unterwegs ist, desto mehr erhöht dieser Echoeffekt den Lärmpegel.

Die Dauer bis zum Abklingen des Nachhall eines Tones wird Nachhallzeit genannt.

Definition Nachhallzeit

Nachhallzeit(in Sekunden) ist die Zeit in welcher der Schallpegel in einem Raum nach Abschalten der Schallquelle um 60 Dezibel (das heißt auf ein Millionstel) seines ursprünglichen Wertes absinkt. Die Nachhallzeit ist also direkt abhängig von allen im Raum befindlichen Absorptionsflächen. Je nach Raumgröße und Anwendungszweck gibt es einen Idealbereich für die Nachhallzeit. Die DIN 18041 beschreibt diese für kleine und mittelgroße Räume.

Frequenzbreiche für Raum- und Bauakustik

Untersuchungen haben ergeben, dass der Mensch aufeinanderfolgende Töne, die mit einem zeitlichen Abstand von mehr als 50 Millisekunden eintreffen, als Einzeltöne wahrnimmt.