Erle
Erle ist ein weiches, fein strukturiertes Laubholz, das besonders in feuchten Standorten wächst. Während es an der Luft wenig dauerhaft ist, zeichnet es sich unter Wasser durch hohe Beständigkeit aus.
Kurzsteckbrief
Erle im Detail
Erlen gehören zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Sie sind sommergrüne, also laubabwerfende Bäume, die bevorzugt in feuchten und sumpfigen Gebieten wachsen.
Ausgewachsen erreichen Erlen Wuchshöhen von bis zu 30 Metern, in seltenen Fällen auch bis zu 40 Metern. Der Stamm wächst meist gerade bis in die Kronenspitze und erreicht Durchmesser von bis zu einem Meter.
Die Schwarzerle wird in der Regel nicht älter als etwa 120 Jahre.
Splint- und Kernholz sind kaum voneinander zu unterscheiden. Frisch geschlagen zeigt das Holz eine weißlich-rötliche Färbung, die unter Lufteinwirkung rasch gelblich bis orange nachdunkelt.
Das Holz ist zerstreutporig, von gleichmäßiger, feiner Struktur. Die Jahrringe sind nur schwach erkennbar.
Vorkommen
Erlen kommen in weiten Teilen Europas vor und wachsen vor allem entlang von Flüssen, Seen und in sumpfigen Gebieten.
Darüber hinaus sind sie auch in Westasien sowie in Teilen Nordafrikas verbreitet.
Hauptverwendung und Bearbeitungsmöglichkeiten
Erlenholz ist weich, wenig elastisch und besitzt an der Luft nur eine geringe Dauerhaftigkeit.
Unter Wasser verbaut zeigt Erlenholz jedoch eine besondere Eigenschaft: Es dunkelt stark nach, wird zunehmend härter und weist eine hohe Dauerhaftigkeit auf. Aus diesem Grund wurde es historisch häufig für Pfahlgründungen, Wasserbauten und Brückenfundamente verwendet.
Das Holz lässt sich gut bearbeiten und eignet sich zum Drechseln und Schnitzen. Aufgrund seiner feinen Struktur wird es auch als Furnierholz verwendet.
