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Wissenswertes · Licht

Farbtemperatur in Kelvin

Neben der Helligkeit spielt die Farbtemperatur eine zentrale Rolle für die Lichtwirkung. Warmweißes Licht wirkt behaglich, neutralweißes Licht aktivierend und tageslichtweißes Licht konzentrationsfördernd. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben.

Zur Beurteilung einer Lichtquelle ist neben ihrer Helligkeit auch die Farbtemperatur entscheidend. Sie beschreibt den Farbeindruck des Lichtes und beeinflusst maßgeblich, ob ein Raum als warm, neutral oder kühl wahrgenommen wird.

Die Maßeinheit der Farbtemperatur ist Kelvin (K). Anders als die physikalische Temperatur gibt die Farbtemperatur nicht an, wie warm eine Lichtquelle ist, sondern welchen Farbeindruck ihr Licht erzeugt.

Was bedeutet Farbtemperatur?

Die Bestimmung der Farbtemperatur basiert auf dem sogenannten Planckschen Strahler (auch Schwarzkörper genannt). Dieser Körper gibt bei unterschiedlichen Temperaturen Licht unterschiedlicher Farbe ab.

Die Farbe einer Lichtquelle wird jener Temperatur zugeordnet, bei der ein idealer Schwarzkörper Licht mit dem gleichen Farbeindruck abstrahlen würde. Diese Temperatur wird in Kelvin angegeben.

Zur Beschreibung von Leuchtmitteln gehört deshalb immer auch eine Angabe der Farbtemperatur – häufig ergänzt durch Begriffe wie warmweiß, neutralweiß oder tageslichtweiß.

Farbtemperatur in Kelvin von warmweiß über neutralweiß bis tageslichtweiß mit typischen Lichtquellen
Die Farbtemperatur beschreibt den Farbeindruck des Lichts – von warmem Kerzenlicht bis zu kühlem Tageslicht.


Warmweißes Licht

Licht mit einer Farbtemperatur unter etwa 3.300 K wird als warmweiß empfunden. Es wirkt gemütlich, wohnlich und entspannend und erinnert farblich an Sonnenuntergänge oder Kerzenlicht.

Durch den geringen Blauanteil wird warmweißes Licht insbesondere in den Abendstunden als weniger hell wahrgenommen und unterstützt eine ruhige Atmosphäre.

Neutralweißes Licht

Zwischen etwa 3.300 K und 5.300 K liegt der Bereich des neutralweißen Lichts. Es wirkt sachlich und leicht aktivierend.

Neutralweißes Licht eignet sich gut für Arbeitsbereiche im privaten Umfeld, für Badezimmer oder für medizinische Anwendungen wie Operationsbeleuchtung.

Tageslichtweißes Licht

Farbtemperaturen über 5.300 K werden als tageslichtweiß bezeichnet. Sie fördern Konzentration und Aufmerksamkeit und werden häufig in Büros, Produktionshallen oder Verkaufsräumen eingesetzt.

Für Außenbeleuchtung werden oft noch höhere Farbtemperaturen zwischen 7.000 K und 10.000 K gewählt, da der hohe Blauanteil beim Nachtsehen als besonders hell wahrgenommen wird.

Beispiele verschiedener Farbtemperaturen

Die folgende Übersicht zeigt typische Farbtemperaturen unterschiedlicher Lichtquellen:

Lichtquelle Farbtemperatur in K
Rote Glut im Feuer 500
Kerzenlicht 1.500
Glühlampe (60 W) 2.700
Glühlampe (100 W) 2.800
Spätabendsonne 3.300
Operationsbeleuchtung 3.600
Leuchtstofflampe neutralweiß 4.000
Mondlicht 4.120
Morgen-/Abendsonne 5.000
Elektronenblitzgerät 5.500 – 5.600
Mittagssonne 5.500 – 5.800
LED-Leuchtbilder (Bilder Plus) 6.500
Bedeckter Himmel 6.500 – 7.500
Nebel, starker Dunst 7.500 – 8.500
Blaue Stunde 9.000 – 12.000

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