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Wissenswertes · Bild

Bildtechnik – Mosaik

Vom antiken Bodenbild bis zur zeitgenössischen Gestaltung

Mosaik ist eine der ältesten bekannten Bildtechniken der Menschheit. Aus vielen kleinen Einzelteilen entsteht ein Gesamtbild – eine Idee, die bis heute in Architektur, Kunst und digitalen Bildformen weiterlebt.

Mosaik ist eine bereits im Altertum bekannte Technik zur Bildherstellung. Durch das Zusammenfügen vieler kleiner Mosaiksteine entsteht ein Gesamtbild. Dieses Prinzip ist auch im digitalen Zeitalter weiterhin präsent – etwa bei Fotomosaiken, bei denen aus vielen Einzelbildern ein neues Motiv zusammengesetzt wird. Doch zunächst ein Blick auf die Ursprünge.

Die Anfänge der Mosaikkunst

Der Begriff Mosaik leitet sich vom lateinischen musaicum ab und bedeutet sinngemäß „den Musen gewidmetes Werk“. Die ältesten erhaltenen Mosaiken stammen aus der sumerischen Zeit (ca. 3000–2500 v. Chr.). Sie wurden nahe der Stadt Ur in Mesopotamien entdeckt, zwischen Euphrat und Tigris.

Diese frühen Mosaiken dienten vor allem der Verzierung von Säulen. Später fanden Mosaikbilder und -muster Verwendung als Wandfriese, Fußböden oder zur Gestaltung von Schmuckkästchen.

Mosaik in der Antike

In Griechenland und im Römischen Reich wurden ganze Fußböden mit Mosaiken gestaltet. Anfangs verwendete man vor allem natürliche Kieselsteine in Schwarz und Weiß. In der hellenistischen Zeit kamen dann gezielt zugeschnittene Steine hinzu.

Im Römischen Reich erlebte die Mosaikkunst im 1. Jahrhundert n. Chr. ihre Blüte. Viele öffentliche und private Gebäude waren mit Mosaiken geschmückt. Dominierend waren zunächst geometrische Schwarz-Weiß-Muster, später – insbesondere in den nordafrikanischen Provinzen – auch farbige Darstellungen mit regionalen Stilmerkmalen.

Mosaike im religiösen Kontext

Mosaike in der orthodoxen Kirche

In der orthodoxen Kirchenkunst spielen Mosaike eine zentrale Rolle. Wände, Kuppeln und Apsiden wurden mit farbigen Glas- und Steinmosaiken gestaltet. Die Bildsprache folgt dabei festen ikonografischen Regeln: Heilige, Engel und biblische Szenen erscheinen in stark stilisierter, symbolischer Form. Die Materialwahl – insbesondere Glas mit Goldgrund – verstärkt die spirituelle Wirkung.

Mosaike im islamischen Raum

Auch in islamisch geprägten Regionen ist die Mosaikkunst weit verbreitet. Moscheen, Paläste und öffentliche Gebäude sind mit geometrischen Mosaiken, Ornamenten und Kalligrafien geschmückt.

Für Wand- und Deckenmosaike werden speziell gebrannte, farbig glasierte Tonscheiben oder Steinplatten verwendet, die anschließend in kleine Fragmente gebrochen werden. Charakteristisch ist die hohe Präzision der Muster sowie die vollständige Abwesenheit figürlicher Darstellungen.

Mosaike heute

In der heutigen Zeit werden Mosaike überwiegend industriell gefertigt. Wir kennen sie vor allem als quadratische Fliesen im Innen- und Außenbereich. Auch hier hat sich das Deutsche Institut für Normung (DIN) mit klaren Definitionen befasst:

  • bis 10 cm: Mosaik
  • 10–30 cm: Fliese
  • über 30 cm: Platte

Trotz industrieller Fertigung bleibt das Prinzip des Mosaiks zeitlos: Aus vielen kleinen Elementen entsteht ein Bild mit Struktur, Rhythmus und eigener Wirkung.

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