Elsbeere
Die Elsbeere zählt zu den edelsten und härtesten europäischen Laubhölzern. Aufgrund ihrer feinen Textur und hohen Festigkeit wird sie vor allem als Furnierholz sowie für präzise handwerkliche Anwendungen geschätzt.
Kurzsteckbrief
Elsbeere im Detail
Die Elsbeere wurde im Jahr 2011 zum Baum des Jahres gewählt und ist unter zahlreichen regionalen Namen bekannt, darunter Schweizer Birnbaum, Ruhrbirne, Els-Vogelbeere oder Wilder Sperberbaum.
Die sommergrünen Laubbäume erreichen Wuchshöhen von etwa 15 bis 25 Metern. In geschlossenen Waldbeständen können sie vereinzelt auch Höhen von über 30 Metern erreichen.
Die Borke älterer Elsbeeren ist meist kleinschuppig und aschgrau gefärbt und ähnelt in ihrer Struktur der Rinde von Eichen.
Das Splintholz ist gelblich bis rötlichweiß gefärbt und dunkelt mit der Zeit bräunlich nach. Das Kernholz kann fakultativ einen braunen Kern ausbilden und ist in Farbe und Struktur dem Birnbaum sehr ähnlich.
Vorkommen
Die Elsbeere wächst bevorzugt in wärmeren Lagen und an Südhängen. Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in Mittel- und Südeuropa.
Das nördlichste natürliche Verbreitungsgebiet befindet sich in Dänemark. Heute wird die Elsbeere auch in Norddeutschland sowie in Südskandinavien gezielt angepflanzt.
Hauptverwendung und Bearbeitungsmöglichkeiten
Das Holz der Elsbeere zählt zu den härtesten europäischen Laubhölzern. Aufgrund seiner Festigkeit und feinen Struktur ist es ein sehr geschätztes Furnierholz für die Möbelschreinerei.
Darüber hinaus wird Elsbeerenholz als Spezialholz für den Bau von Mess- und Zeichengeräten, wissenschaftlichen Instrumenten sowie Musikinstrumenten verwendet.
Das Holz eignet sich gut zum Drechseln und Schnitzen und ermöglicht sehr präzise Bearbeitungen.
