Die Fichte – Baum des Jahres 2017
Die Fichte ist ein immergrüner Nadelbaum und wirtschaftlich einer der wichtigsten Waldbäume Mitteleuropas. Trotz ihres teils schlechten Rufs als Monokulturbaum spielte sie historisch eine zentrale Rolle bei der Wiederaufforstung und liefert bis heute ein vielseitig einsetzbares Holz.
Kurzsteckbrief
Der Baum des Jahres 2017 ist die Fichte, ein immergrüner Nadelbaum. Obwohl sie als „Brotbaum“ vieler Waldbesitzer gilt, hat die Fichte zu Unrecht einen schlechten Ruf.
„Willst du deinen Wald vernichten, pflanze nichts als lauter Fichten.“
Dieses Sprichwort zielt auf die Monokultur ab, die Wälder anfällig für Sturmbruch oder Borkenkäferbefall macht. Dabei rettete die Fichte Ende des 18. Jahrhunderts vielerorts den Wald.
Historische Bedeutung
Im Erzgebirge, im Harz und rund um größere Siedlungen hatten jahrhundertelanger Raubbau und Rodungen die Wälder stark dezimiert. Die Aufforstung mit Fichten war damals schnell, effektiv und genügsam. Die Baumart stellt keine hohen Ansprüche an den Boden und wächst zügig in die Höhe.
Laut dem Waldzustandsbericht 2013 ist die Fichte mit rund 28 Prozent die am häufigsten vertretene Baumart in Deutschland – eine Folge der großflächigen Aufforstungen im 18. Jahrhundert sowie nach den Weltkriegen.
Wuchs und Eigenschaften
Fichten erreichen in der Regel eine Wuchshöhe von 20 bis 60 Metern. Der Stammdurchmesser liegt meist bei etwa 100 Zentimetern, kann in Einzelfällen jedoch bis zu 250 Zentimeter betragen.
Das Holz der Fichte
Das Holz der Fichte lässt sich leicht bearbeiten und wird für nahezu alle Tischlerarbeiten, den Innenausbau sowie für Fenster und Türen verwendet. Gehobelte und geschliffene Flächen zeigen einen schönen, gleichmäßigen Glanz.
Auch die in unseren rahmenlosen Akustikbildern verwendeten Keilrahmen bestehen teilweise aus Fichtenholz. Es ist leicht, weich und eignet sich daher gut zum Auftackern von Leinwänden.
