034298 493330
🖂
Zum Kontaktformular
Nach oben

Wissenswertes · Sinne

Das Gehör

Hören ist die Wahrnehmung von Schall. Wie wir Töne, Sprache oder Musik erleben, hängt davon ab, wie Schallschwingungen im Ohr aufgenommen, umgeformt und im Gehirn verarbeitet werden. Dieser Artikel erklärt Hörbereich, Hörschwelle und zentrale Hörprozesse.

Hören ist die Sinneswahrnehmung von Schall. Sie wird auch als akustische, auditive oder aurale Wahrnehmung bezeichnet. Wie wir Töne, Sprache oder Musik erleben, hängt wesentlich davon ab, wie Schallschwingungen auf ihrem Weg vom Außenohr über das Mittelohr bis zu den Nervenzellen des Innenohrs umgeformt und verarbeitet werden.

Der Bereich des Hörens – die Hörfläche

Der Mensch kann Schall nur in einem bestimmten Bereich aus Frequenz und Schalldruckpegel wahrnehmen. Diesen Bereich nennt man die Hörfläche. Wir können Schallwellen in einem Frequenzbereich von etwa 16 Hz bis 20 kHz hören.

Hörfläche des Menschen: Hörschwelle, Sprachwahrnehmbarkeit, Musikwahrnehmbarkeit sowie Unbehaglichkeitsschwelle und Schmerzgrenze über Frequenz und Schalldruck
Die Hörfläche zeigt, in welchem Bereich der Mensch Töne wahrnehmen kann – von der Hörschwelle bis zur Unbehaglichkeitsschwelle und Schmerzgrenze. Sprache und Musik liegen in typischen Teilbereichen.



In der Darstellung verläuft die Frequenz von links nach rechts. Von unten nach oben ist der Schalldruckpegel in Dezibel (dB) abgetragen. Die untere Begrenzung der Hörfläche ist die Hörschwelle, die frequenzabhängig ist.

Bei einer Frequenz von etwa 2 kHz liegt die Hörschwelle bei ungefähr 0 dB. Bei höheren oder tieferen Tönen setzt die Hörschwelle erst bei höheren Pegeln ein. Sehr tiefe Töne (z. B. um 30 Hz) oder sehr hohe Töne (z. B. um 15 kHz) werden oft erst bei deutlich höheren Pegeln wahrgenommen.

Besonders empfindlich ist das menschliche Gehör typischerweise im Bereich zwischen etwa 3,5 kHz und 4 kHz. In diesem Frequenzbereich können sehr geringe Schalldruckpegel registriert werden.

Die obere Begrenzung der Hörfläche ist die akustische Schmerzgrenze. Sie ist weniger stark von der Frequenz abhängig und liegt grob zwischen 120 dB und 140 dB. Etwa 20 dB darunter liegt die Unbehaglichkeitsschwelle: Signale oberhalb dieser Grenze werden als unangenehm laut empfunden.

Prozesse des Hörens

Der Vorgang des Hörens lässt sich in äußere (periphere) und zentrale Teilfunktionen gliedern.

Periphere Prozesse

Die Aufgabe der äußeren, peripheren Prozesse ist die Schallaufnahme und Schallweiterleitung über Außenohr und Mittelohr. Im Innenohr werden die Schallreize in neuronale Impulse umgewandelt, die über den Hörnerv weitergeleitet werden.

Zentrale Prozesse

Die zentralen Teilprozesse umfassen die Vorverarbeitung und Filterung auditiver Signale in der zentralen Hörbahn sowie die bewusste Auswertung in Hörzentren des Gehirns. Ein wichtiger Teilbereich ist die Sprachwahrnehmung.

Der Hörsinn ist nicht immer ausschließlich an das Ohr gebunden: Insbesondere Vibrationen können auch über andere Körperbereiche wahrgenommen oder empfunden werden.

Akustikbilder im Holzrahmen

Blickfang mit Sinn.

Akustikbilder entdecken