Oregon (Douglasie)
Oregon, auch Douglasie genannt, ist ein sehr festes Nadelholz mit geradfaseriger Struktur. Aufgrund seiner hohen Festigkeit und Größe wird es vielseitig im Bauwesen, Innenausbau und als Furnierholz eingesetzt.
Kurzsteckbrief
Oregon (Douglasie) im Detail
Oregon, in Europa meist als Douglasie bezeichnet, ist ein immergrüner Nadelbaum. Er gehört botanisch nicht zu den Kiefern, sondern zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).
Unter günstigen Bedingungen erreicht der Baum Wuchshöhen von bis zu 80 Metern und Stammdurchmesser von bis zu drei Metern. Damit zählt er zu den höchsten Bäumen der Erde.
Die Stämme sind häufig bis zu 20 Meter astfrei, rund und sehr gerade gewachsen.
Splint- und Kernholz sind deutlich voneinander abgesetzt. Das Splintholz ist weißlich gefärbt, das Kernholz rosa- bis gelblich.
Oregonholz zählt zu den festesten Nadelhölzern. Es ist hart, mäßig schwindend, geradfaserig und mittelschwer. Die Textur ist gleichmäßig und dekorativ, das Holz ist leicht harzhaltig.
Vorkommen
Oregon wächst im westlichen Nordamerika, von British Columbia bis nach Kalifornien. Besonders große Bestände finden sich im US-Bundesstaat Oregon, dem das Holz seinen Handelsnamen verdankt.
Auch in Europa, unter anderem in Deutschland, wird die Douglasie angebaut. Die hier wachsenden Bäume erreichen jedoch nicht das Alter und die Dimensionen ihrer nordamerikanischen Artgenossen.
Hauptverwendung und Bearbeitungsmöglichkeiten
Aus Oregonholz lassen sich sehr lange und dimensionale Balken herstellen, beispielsweise für den Schiffsbau, Deckenplanken, Schotten und Brückenkonstruktionen.
Darüber hinaus wird das Holz für Fenster- und Türrahmen, Wandverkleidungen, Treppen, Furniere sowie in der Möbelindustrie eingesetzt.
Das Holz lässt sich gut bearbeiten und weist eine hohe mechanische Belastbarkeit auf.
