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Wissenswertes · Akustik

Lautheit

Subjektive Lautstärke in Sone

Die Lautheit beschreibt, wie laut ein Schallereignis subjektiv empfunden wird. Im Gegensatz zu Dezibel ist sie direkt an die menschliche Hörempfindung gekoppelt und wird in der Einheit Sone angegeben.

Die Lautheit beschreibt, wie laut ein Schallereignis im Vergleich zu einem Bezugsereignis empfunden wird. Sie beantwortet damit nicht die Frage, wie stark ein Schall physikalisch ist, sondern wie laut er wahrgenommen wird.

Ein typisches Beispiel ist der Vergleich eines vorbeifahrenden Fahrzeugs mit der sonst an diesem Ort herrschenden Umgebungslautstärke: Wie viel lauter wird dieses Ereignis subjektiv empfunden?

Lautheit und Hörempfindung

Darstellung der Lautheit N in Sone für unterschiedliche Schallereignisse
Die Lautheit beschreibt das subjektive Lautstärkeempfinden im Vergleich zu einem Bezugsereignis.



Die Kenngröße der Lautheit wird mit N bezeichnet. Die Maßeinheit heißt Sone. Der Zahlenwert der Lautheit ist direkt mit der Hörempfindung verknüpft:

  • Eine Verdopplung der Lautheit entspricht einer Verdopplung der empfundenen Lautstärke.
  • Eine Halbierung der Lautheit wird als halb so laut wahrgenommen.

Damit unterscheidet sich die Lautheit grundlegend von logarithmischen Größen wie dem Schalldruckpegel in Dezibel.

Bezugspunkt der Lautheit

Als Bezugspunkt wurde festgelegt:

Lautstärkepegel LN = 40 phon ⇔ Lautheit N = 1 sone

Ein Schallereignis mit einer Lautheit von 2 sone wird somit als doppelt so laut empfunden wie dieses Bezugsereignis.

Zusammenhang zwischen Lautheit und Lautstärkepegel

Formeln zur Umrechnung von Lautheit in Sone und Lautstärkepegel in Phon
Lautheit N und Lautstärkepegel LN können ineinander umgerechnet werden.



Lautheit N und Lautstärkepegel LN können ineinander umgerechnet werden:

N = 20,1·(LN − 40) sone   für  LN ≥ 40 phon

LN = 40 + 33,22 · lg(N / sone)   für  N > 1 sone

Wichtig ist dabei: Während Lautheit und Lautstärkepegel ineinander überführt werden können, ist eine direkte Umrechnung zwischen Lautstärkepegel und Schalldruckpegel (dB) im allgemeinen Fall nicht möglich.

Bedeutung für die Raumakustik

Die Lautheit erklärt, warum zwei Räume mit gleichem Schalldruckpegel völlig unterschiedlich laut empfunden werden können. Nachhall, Frequenzverteilung und Reflexionen beeinflussen die subjektive Lautstärke deutlich.

Eine gute Raumakustik zielt daher nicht nur auf niedrige dB-Werte ab, sondern auf eine geringe wahrgenommene Lautheit und damit auf akustischen Komfort.

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