Nachhall erhöht den Lärmpegel
Harte Oberflächen reflektieren Schall und verlängern die Nachhallzeit. Der entstehende Nachhall erhöht den Lärmpegel, verschlechtert die Verständlichkeit und kann in Innenräumen zu Stress, Ermüdung und gesundheitlicher Belastung führen.
Modern eingerichtete Büros, Empfangshallen, Restaurants oder Konferenzräume verfügen häufig über harte Oberflächen aus Beton, Glas, Stahl oder Parkett. Diese Materialien sind pflegeleicht und langlebig, reflektieren jedoch Schall nahezu ungehindert.
Die Folge: Räume wirken stark „hallig“, Gespräche werden als anstrengend empfunden und es stellt sich bei vielen Menschen ein Gefühl von Unbehagen ein.
Nachhall als physikalische Ursache
Die physikalische Kenngröße, die dieses Phänomen beschreibt, ist die sogenannte Nachhallzeit. Sie gibt an, wie lange Schall nach dem Abschalten der Schallquelle im Raum hörbar bleibt.
Ist die Nachhallzeit zu lang, wird dies als störend, ermüdend und ablenkend wahrgenommen. Einfluss auf die Nachhallzeit haben unter anderem:
- das Raumvolumen
- die Absorptionseigenschaften von Wänden, Decken und Böden
- Einrichtungsgegenstände und Materialien im Raum
Versammeln sich mehrere Menschen in einem Raum mit langer Nachhallzeit, verstärken sich die Effekte gegenseitig. Durch die Reflexionen an Wand-, Boden- und Deckenflächen steigt der Geräuschpegel an.
Unbewusst sprechen die Anwesenden lauter, um sich verständlich zu machen. Dadurch erhöht sich der Lärmpegel weiter – eine akustische Spirale, die zu Stress und gesundheitlichen Belastungen führen kann.
Auswirkungen erhöhter Lärmbelastung
- erhöhter Geräusch- und Lärmpegel
- fehlerhafte Kommunikation und eingeschränkte Verständlichkeit
- verminderte Konzentrationsfähigkeit
- schnellere Ermüdung und geringere Leistungsfähigkeit
- langfristige gesundheitliche Belastungen
Prinzipielle Lösung: Schallabsorption
Um diese Effekte zu reduzieren, ist es notwendig, dem reflektierten Schall gezielt entgegenzuwirken. Dies geschieht durch den Einsatz geeigneter Absorptionsflächen.
Schallabsorbierende Elemente verkürzen die Nachhallzeit und tragen dazu bei, den Geräuschpegel zu senken. Dadurch verbessert sich die Sprachverständlichkeit, und der Raum wird akustisch als deutlich angenehmer wahrgenommen.
Akustische Maßnahmen können dabei unterschiedlich ausgeführt werden – etwa als Wandabsorber, Deckenlösungen oder bildbasierte Akustikelemente, die Funktion und Gestaltung miteinander verbinden.
