Alltagslärm
Alltagslärm begegnet uns ständig – oft unbemerkt. Anlässlich des Tags gegen Lärm haben wir typische Geräuschpegel im Alltag gemessen und dokumentiert, um ein Gefühl für Lautstärken und ihre Wirkung zu vermitteln.
Alltagslärm begegnet uns ständig – häufig ohne dass wir ihn bewusst wahrnehmen. Anlässlich des Tags gegen Lärm, der am 29. April 2014 unter dem Motto „Lärm – voll nervig!“ stattfand, haben wir begonnen, typische Geräuschpegel im Alltag zu messen.
Bilder Plus im Auftrag gegen den Lärm
Wir bei Bilder Plus beschäftigen uns das ganze Jahr über mit der Reduzierung von Lärm – insbesondere durch die Verkürzung von Nachhallzeiten in Praxen, Büros und anderen Arbeitsräumen.
Doch welchen Lärm trägt uns der Alltag eigentlich in welcher Stärke an die Ohren?
Um dafür ein Gefühl zu bekommen, haben wir begonnen, den Schalldruckpegel in unterschiedlichen Alltagssituationen zu messen.
Die folgenden Werte stellen Momentaufnahmen dar. Sie sind nicht als wissenschaftliche Messreihe zu verstehen, sondern als Orientierung und bewusste Wahrnehmung des täglichen Geräuschumfeldes.
Messwerte aus dem Alltag
- Früh vor dem Aufstehen, alle schlafen, Fenster geöffnet: 8,8 dB
- Der Wecker: 52,4 dB (gefühlt deutlich mehr)
- 10 Minuten später – alle wach, noch sprachlos: ca. 22 dB
- Wasserrauschen unter der Dusche: 48,6 dB
- Vor dem Haus: 42,3 dB
- An der B87 in Taucha (wegen Umleitung weniger Verkehr): 74,6 dB
- Fahrradfahrt zum Atelier – lautestes Geräusch: das eigene Schniefen
- S-Bahn an der Schranke neben dem Bahnhof: 86,3 dB
- Laufender Automotor im Stand: 52,4 dB
- Im Atelier: durchschnittlich 9,8 dB
- PC im Atelier: 13,4 dB
- Tastenanschlag: 47,8 dB
- Klingelndes Telefon: 68,6 dB
- LKW der Spedition beim Verlassen des Hofs: 76,3 dB
- Wasserkocher: 70,9 dB
Diese Werte zeigen, wie stark sich Geräuschpegel im Alltag unterscheiden – und wie schnell sich scheinbar harmlose Geräusche zu einer dauerhaften Belastung summieren können.
