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Wissenswertes · Akustik

Lärmbelastung in deutschen Großstädten

Die stark sind deutsche Großstädte von Lärm betroffen? Eine Studie des Fraunhofer-Instituts analysiert den Anteil lärmbelasteter Flächen und zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Städten.

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat im Auftrag der gemeinnützigen GEERS-Stiftung die Lärmbelastung von 27 deutschen Großstädten untersucht. Analysiert wurde, wie viel Prozent der jeweiligen Stadtfläche im Tagesmittel einem Schalldruckpegel von mehr als 55 dB(A) ausgesetzt sind.

Prof. Dr. Gottfried Diller, Vorstandsvorsitzender der GEERS-Stiftung, ordnet die Ergebnisse wie folgt ein:

„Die Studie zeigt, wie stark Großstädte und damit auch die Menschen in diesen Städten von Lärm belastet sind. Einige Städte sind dabei ruhiger als andere, da sie scheinbar viele Rückzugsgebiete bieten, in denen sich Menschen vom Lärm erholen können. Maßnahmen, die zum Erhalt und zum Ausbau solcher Bereiche führen, könnten auch in lauteren Städten einen positiven Beitrag zu mehr Hörkultur leisten.“

Für die Untersuchung wertete das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) die seit 2007 von den Städten erstellten Lärmkarten aus. Berücksichtigt wurden Straßen-, Schienen-, Flug sowie Industrie- und Gewerbelärm. Als flächenmäßig stärkste Lärmquelle wurde der Straßenverkehr ermittelt, gefolgt von Schienen- und Flugverkehr.

Lärm-Ranking deutscher Großstädte

Dargestellt ist der Anteil der Stadtfläche mit einem Tagesmittelpegel von mehr als 55 dB(A).

Platz Stadt Belastete Fläche Visualisierung
1Hannover69,4 %
2Frankfurt am Main65,6 %
3Nürnberg61,4 %
4Bonn57,7 %
5Köln55,0 %
6Berlin50,9 %
7München49,7 %
8Gelsenkirchen49,6 %
9Dortmund48,7 %
10Bochum46,9 %
11Duisburg46,8 %
12Düsseldorf45,9 %
13Hamburg43,9 %
14Wiesbaden43,6 %
15Mönchengladbach41,7 %
16Bremen40,8 %
17Wuppertal40,2 %
17Bielefeld40,2 %
19Essen39,5 %
20Stuttgart37,6 %
21Dresden33,7 %
22Karlsruhe32,9 %
23Aachen31,8 %
24Mannheim30,8 %
25Leipzig27,6 %
26Augsburg17,0 %
27Münster16,7 %

Hinweis zu dB(A)

dB(A) steht für die A-bewertete Dezibel-Skala. Dabei werden Messwerte so gefiltert, dass die Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs näherungsweise nachgebildet wird.

Quelle: Pressemitteilung der GEERS-Stiftung.

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